Jahreshauptversammlung Stadtverein

Im dritten Anlauf konnte unsere Jahreshauptversammlung am 9.10.2020 endlich durchgeführt werden. Mit 23 Teilnehmern war eine erfreuliche Resonanz zu verzeichnen, darunter Bürgermeister, stellv. Bürgermeister und ein Stadtrat.

Vereinsvorsitzender Volkmar Herklotz ließ das vergangene Jahr in seinem Rechenschaftsbericht noch einmal aufleben. Auch Schatzmeisterin Anke Schwarz machte deutlich dass es ein erfolgreiches Jahr für den SVS war. In der Diskussion ging es vorallem um die Städtepartnerschaften und um das kommende Jubiläumsjahr. 2021 gilt es 50 Jahre Bergfest und das 20jährige Bestehen des Stadtvereins zu würdigen. Der Stadtverein sammelt Ideen und sucht Mitstreiter, die bei der Vorbereitung mithelfen wollen. Ansprechpartner ist der Vereinsvorsitzende.

Volkmar Herklotz

 

Erntefest in Ullersdorf!

Das Erntefest hat stattgefunden mit Hygienekonzept, fast Kaiserwetter und regen Zuspruch. Eine Einschätzung von Herrn Dr. Findeisen, Sayda (auch veröffentlicht im Saydaer Amts- und Heimatblatt, Monat November).

Wind, Wind fröhlicher Gesell, bläst um alle Ecken,

willst uns immer necken….“

Das Lied kennt jedes Kindergartenkind. Die Herbstzeit bedeutet nicht nur Sturm, Regen und Kälte. Wir dürfen uns auch schöner Erlebnisse erfreuen.

Bunte Herbstfrüchte, die leuchtenden Vogelbeeren, knackige Kastanien, Eicheln und Hagebutten locken die Kinder zum Sammeln und Basteln. Eine solche Bastelstation gab es auch wieder zum Erntefest in Ullersdorf am 04.10.2020.

Lange Zeit war unklar, ob die Traditionsveranstaltung stattfinden dürfe. Einige Enthusiasten und der Stadtverein ließen sich aber nicht entmutigen. Sie erstellten ein Hygienekonzept, passten das Programm den Corona Bedingungen an und organisierten ein wunderschönes Fest.

Schon von Weitem schallte die schmissige Blasmusik der Friedebacher Feuerwehrmusikanten den Besuchern entgegen. Der Duft von Bratwurst, Kuchen und anderen Köstlichkeiten lag in der Luft. Zwischen den in Abstandsgruppen aufgestellten Bänken und Tischen flanierten Einheimische und Gäste, unterhielten sich, fanden zu immer neuen Runden zusammen und freuten sich über ein Wiedersehen. Es gab genügend Plätze, z.T. mit einem offenen Zeltdach, auf denen man sich geruhsam niederlassen und das wuselige Treiben beobachten konnte.

Sogar die Ernteprinzessin ließ sich diesen Festtermin nicht entgehen.

Am Rande des Geländes hatten die Landwirte ihre traditionelle und ihre neue , z.T. gigantische, Technik aufgefahren. Alles konnte besichtigt und begutachtet werden.

Mit historischen Traktorgespannen  fanden Rundfahrten statt. Vor allem Kinder drängten dorthin. Aber auch die Führerstände der großen Maschinen lockten die Jugend an. Mancher, der mühsam die leiterhohen Fahrerhäuser erklettert hatte,  erstaunte über die moderne, mit Elektronik gespickte Technik. Vielleicht könnte das auch eine Lehrstelle und ein künftiger Arbeitsplatz in der Heimat sein?

Ein riesiger Strohberg lud zum Toben ein und davon wurde reichlich Gebrauch gemacht.

Kurzweil wechselte mit Lehrreichem. Ein Landwirtschaftsquiz, Schau- und Lehrtafeln, ein Tierkindergarten vervollständigten den dörflichen Charakter des Festes. 

Extra reiste eine „Sensenbrigade“ an. Auf ihren Shirts und dem Transporter war zu lesen, dass sie zur Meisterklasse gehören. Exotische Schnittgeräte und die Dengelmelodie wiesen ebenso darauf hin. Im praktischen Einsatz waren die Punkte aus Schnelligkeit und Schnittqualität mit der einheimischen Konkurrenz allerdings ziemlich gleichmäßig verteilt.

Dieses Erntefest entsprach so recht dem Gemüt der vielen Gäste.

Musik, Speise und Trank kamen unmittelbar aus der Region. Es gab viel Platz im Freien und kein Gedränge. Man traf Bekannte und Freunde. Und es kam auch Stolz auf, dass man in schwierigen Zeiten ganz aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln ein solches Ereignis organisieren kann. 

Dafür gehört den Initiatoren herzlicher Dank! Selbst die Sonne belohnte deren ideenreiche und fleißige Arbeit mit warmen Strahlen für das gelungene Fest.

MR Dr. Bernd Findeisen